Je, Tu, Il, Elle
„Je, Tu, Il, Elle“ (Ich, Du, Er, Sie/Ihr) ist eine fortlaufende Werkserie über Beziehungen als innere Zustände. Die Arbeiten bewegen sich zwischen realen Personen, Bedürfnissen und Erinnerungen, die sich im Verlauf der Zeit verändern.
Aus persönlichen Erfahrungen zwischen Einsamkeit und Gesellschaft entstanden, löst sich die Serie bewusst von einer rein biografischen Erzählung. Stattdessen untersucht sie, wie Nähe entsteht, wie Wünsche projiziert werden und wie Menschen im Erinnern neu geformt werden. Realität und Vorstellung bleiben dabei untrennbar miteinander verbunden.
Die Titel Je, Tu, Il, Elle fungieren nicht als eindeutige Zuschreibungen, sondern als offene Perspektiven. Werke, die sich auf dieselbe Person oder Projektion beziehen, erscheinen über längere Zeiträume hinweg unter wechselnden Bezeichnungen. Dadurch wird sichtbar, wie sich Beziehungen verschieben: von Begegnung, vom Wunsch zur Begegnung, von Nähe zur Erinnerung.
Die Arbeiten entstehen in bewusst, gedankengeleiteten Prozessen. Wie Erinnerungen oder Träume selbst sind sie nicht präzise, sondern verdichtet, fragmentarisch und wandelbar. Emotionale Bedürfnisse und reale Begegnungen werden nicht erklärt, sondern angedeutet.
Die Serie verzichtet bewusst auf klare Narration und idealisierte Intimität. Sie zeigt Beziehungen ohne Eindeutigkeit und nimmt die Offenheit – ebenso wie das Risiko des Missverstehens – in Kauf. Der Betrachter ist eingeladen, eigene Bezüge herzustellen und sich in den Leerstellen zu verorten.
„Je, Tu, Il, Elle“ ist als offene Werkserie angelegt und wächst kontinuierlich weiter.
© Lucia Hoche La Vie
Emilia Lemaire wurde am 21. July 1997 in der Stadt Detmold in Deutschland, geboren. Sie ist das mittlere von drei Kindern und wuchs in einer durchschnittlichen Familie auf.
Ihren deutschen Familiennamen verwendet sie heute kaum noch, stattdessen nutzt Sie den Familienamen "Lemaire".
Im Alter von 16 Jahren wurde bei ihr die seltene Lebererkrankung Primär sklerosierende Cholangitis (PSC) diagnostiziert. Diese Diagnose prägte ihren weiteren Lebensweg. Um sich von der schweren Krankheit abzulenken, begann Emilia Lemaire intensiv zu Zeichnen.
Sie entdeckte so ihre Leidenschaft als Künstlerin. Ab 2017 begann sie ihre Ausbildung zur Mediengestalterin, die sie zwischen 2018 und 2019 aufgrund ihrer Krankheit unterbrechen musste. 2019 nahm sie die Ausbildung erneut auf. In dieser Zeit verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand weiter und führte schließlich zum Leberversagen. Im April 2023 erhielt sie dann die Lebertransplantation.
In der zeit entwickelte Emilia Lemaire Ihre Malerische Praxis weiter. Seit 2021 malt sie mit Ölfarben und teilte diese unter einem pseudonym auf Instagram. Die Farben mischt sie von beginn an selber mit Pigmenten und später mit ihrem eigenen Bindemittel - Malmittel manipulieren die Farben weiter, für die gewünschte Anwendung.
Seit 2024 veröffentlichte sie ihre Werke als Emilia Lemaire.
Die Galerie Emilia Lemaire wurde 2026 in Detmold, Deutschland, gegründet. Sie widmet sich der Leidenschaft für Kultur. Sie schöpft aus dem persönlichen Lebensstil und den universellen Gesten der Schönheit: von der bildenden Kunst über die dekorative Kunst bis hin zur Malerei und Bildhauerei.
Dauerausstellung in der Galerie Emilia Lemaire in Detmold, Deutschland. 17. Januar 2026 – heute.
Tu - L’appartement Sept, 2025
Öl und Salz auf Leinwand
64 x 80 cm
Lem 005
Elle - Chat noir, 2025
Öl und Salz auf Leinwand
64 x 80 cm
Lem 016, Sold
Tu - Portrait, 2025
Öl und Salz auf Leinwand
40 x 32 cm
Lem 015
Tu - II, 2025
Öl und Salz auf Leinwand
42 x 32 cm
Lem 014